Neuerscheinung: Streiten für eine Welt jenseits des Kapitalismus

fritz_sternberg_cover Helga Grebing, Klaus-Jürgen Scherer (Hg.): Streiten für eine Welt jenseits des Kapitalismus. Fritz Sternberg – Wissenschaftler, Vordenker, Sozialist / Der marxistisch inspirierte freiheitliche Sozialismus von Fritz Sternberg (1895–1963) hat uns heute noch viel zu sagen. Die Lektüre passt in eine Zeit, in der sich grundlegende Zukunftsfragen erneut stellen.
Seine Entwicklung eines freiheitlichen Sozialismus steht in der Tradition des radikalen Reformismus, für den Marxsche und andere Analysen der Arbeiterbewegung eine undogmatische Grundlage bilden.
Dieser Band versammelt renommierte Autoren, die die bisher zu wenig rezipierten Texte Fritz Sternbergs neu gelesen haben und zahlreiche Bezüge zu heutigen Debatten um eine linke Politik von Gerechtigkeit, Emanzipation und Demokratie herstellen. Der Sammelband enthält Texte von Helga Grebing, Marcel van der Linden, Thilo Scholle, Richard Saage, Klaus-Jürgen Scherer, Terence Renaud, Nikolas Dörr und Bernd Rudolph sowie einen umfangreichen Dokumententeil.

(zur Bestellung)

2017. ca. 400 Seiten, Festeinband
ca. € 39,90
ISBN 978-3-506-78511-4
(Erscheint voraussichtlich im August 2017)

Artikel: Vergessene Traditionsströme

nd_helga_grebingDen Artikel »Vergessene Traditionsströme« finden Sie hier als PDF-Datei. Aus: neues deutschland (05.12.2016, 71.Jahrgang, Nr. 284, S. 10); Der hier veröffentlichte Text ist
die gekürzte Fassung eines Kapitels,
das Helga Grebing zu dem  Buch »Auf Utopias Spuren« beiträgt, einer Festschrift
zum 75. Geburtstag des Utopieforschers Richard Saage. Alexander Amberger, Thomas Möbius (Hrsg.): Auf Utopias Spuren. VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2017, 430 Seiten.

Online-Text: In Nidden zwischen 1933 und 1944

160810_Nidos_Nidden_klIn Nidden zwischen 1933 und 1944 — gelebte Bildungsbürgerlichkeit als bewusster Portest gegen Nationalsozialismus und Krieg
Helga Grebing, in: Niddener Hefte (Nidos sasiuvi- ninai) 06/2, S. 14–28

Im Jahre 2005 wurde der 50. Todestag von Thomas Mann begangen, deshalb wurde zum 9. Thomas-Mann-Festival die Frage nach dem Verhältnis zwischen Künstler und Gesellschaft und überhaupt nach der Verantwortung des Intellektuellen gewählt. Diese Frage beschäftigte den Besitzer des Sommerhauses in Nidden, Thomas Mann, sie ist oder zumindest sollte auch heute nicht weniger aktuell sein. Darüber sprach Helga Grebing im Juli 2005 mit Michael Krüger, Krzysztof Zanussi und Mantas Adomenas. Den vollständigen Beitrag finden Sie hier als [PDF-Datei]

Fritz Sternberg. Der Dichter und die Ratio – Erinnerungen an Bertolt Brecht

sternberg_brechtSternberg und Brecht lernten sich 1927 in Berlin kennen. (Da hatte Sternberg soeben sein Buch Der Imperialismus veröffentlicht.) Ihr letztes Treffen fand 1947 in Kalifornien statt. In den ersten Jahren versuchten beide, der marxistische Theoretiker und der bereits erfolgreiche Dramatiker und Regisseur, die historischen, politischen und ästhetischen Bedingungen eingreifender Gegenwartsdramatik zu ergründen. Und bald darauf, durchaus im Zusammenhang damit, auch die Frage zu beantworten: Wie kann das Theater zum Kampf gegen den Nationalsozialismus beitragen? Darum stritten die beiden, scharfsinnig und leidenschaftlich, und davon handeln Sternbergs Erinnerungen. Daher die Bedeutung des schmalen Buchs, wie Helga Grebing, Historikerin und Politik­wissen­schaftlerin, in ihrem Nachwort erklärt.

Fritz Sternberg. Der Dichter und die Ratio – Erinnerungen an Bertolt Brecht, ergänzt und kommentiert von Helga Grebing, 195 Seiten, Bibliothek Suhrkamp 1488, 2014.

Freiheit, die ich meinte. Erinnerungen an Berlin

titel_freiheit_die_ich_meinteDie Historikerin Helga Grebing blickt mit sehr persönlichen Worten auf ihre Kindheit und Jugend in Berlin-Pankow und in der Nähe von Berlin zurück. Dabei spannt sie den Bogen von ihrem Geburtsjahr 1930 bis 1953, als sie nach Staatsexamen und Promotion Berlin verließ. Ihrer eigenen Entwicklungsgeschichte stellt sie eine sozial-geschichtliche Schilderung der Herkunft ihrer thüringisch-westpreußischen Familie voran, deren Teile in den 1890er-Jahren in Berlin zusammentrafen.

Die Autorin schildert ihre doppelte Ablösung: einmal, als BDM-Führerin, vom Nationalsozialismus in den Jahren 1945/46 und seit 1947, als Absolventin der Arbeiter- und Bauernfakultät der Berliner Humboldt-Universität, vom SED-Kommunismus, bis sie im Januar 1948 in Berlin-Pankow in die SPD eintrat. Zuerst studierte sie an der Humboldt-Universität, dann ab 1949 an der Freien Universität. So entfaltet sich aus einer individuellen Biografie das Lebensbild einer ganzen Generation, die den Zweiten Weltkrieg als Kinder und Jugendliche erlebt und verarbeitet hat und schon kurz nach Kriegsende die politische Teilung der Welt in Berlin intensiv miterlebte.

Helga Grebing, Freiheit, die ich meinte. Erinnerungen an Berlin, 176 Seiten, verlag für berlin-brandenburg (vbb), 2012.

Ankündigung des Verlags (PDF)