Neuer Online-Text: In Nidden zwischen 1933 und 1944

160810_Nidos_Nidden_klIn Nidden zwischen 1933 und 1944 — gelebte Bildungsbürgerlichkeit als bewusster Portest gegen Nationalsozialismus und Krieg
Helga Grebing, in: Niddener Hefte (Nidos sasiuvi- ninai) 06/2, S. 14–28

Im Jahre 2005 wurde der 50. Todestag von Thomas Mann begangen, deshalb wurde zum 9. Thomas-Mann-Festival die Frage nach dem Verhältnis zwischen Künstler und Gesellschaft und überhaupt nach der Verantwortung des Intellektuellen gewählt. Diese Frage beschäftigte den Besitzer des Sommerhauses in Nidden, Thomas Mann, sie ist oder zumindest sollte auch heute nicht weniger aktuell sein. Darüber sprach Helga Grebing im Juli 2005 mit Michael Krüger, Krzysztof Zanussi und Mantas Adomenas. Den vollständigen Beitrag finden Sie hier als [PDF-Datei]

Fritz Sternberg. Der Dichter und die Ratio – Erinnerungen an Bertolt Brecht

sternberg_brechtSternberg und Brecht lernten sich 1927 in Berlin kennen. (Da hatte Sternberg soeben sein Buch Der Imperialismus veröffentlicht.) Ihr letztes Treffen fand 1947 in Kalifornien statt. In den ersten Jahren versuchten beide, der marxistische Theoretiker und der bereits erfolgreiche Dramatiker und Regisseur, die historischen, politischen und ästhetischen Bedingungen eingreifender Gegenwartsdramatik zu ergründen. Und bald darauf, durchaus im Zusammenhang damit, auch die Frage zu beantworten: Wie kann das Theater zum Kampf gegen den Nationalsozialismus beitragen? Darum stritten die beiden, scharfsinnig und leidenschaftlich, und davon handeln Sternbergs Erinnerungen. Daher die Bedeutung des schmalen Buchs, wie Helga Grebing, Historikerin und Politik­wissen­schaftlerin, in ihrem Nachwort erklärt.

Fritz Sternberg. Der Dichter und die Ratio – Erinnerungen an Bertolt Brecht, ergänzt und kommentiert von Helga Grebing, 195 Seiten, Bibliothek Suhrkamp 1488, 2014.

Freiheit, die ich meinte. Erinnerungen an Berlin

titel_freiheit_die_ich_meinteDie Historikerin Helga Grebing blickt mit sehr persönlichen Worten auf ihre Kindheit und Jugend in Berlin-Pankow und in der Nähe von Berlin zurück. Dabei spannt sie den Bogen von ihrem Geburtsjahr 1930 bis 1953, als sie nach Staatsexamen und Promotion Berlin verließ. Ihrer eigenen Entwicklungsgeschichte stellt sie eine sozial-geschichtliche Schilderung der Herkunft ihrer thüringisch-westpreußischen Familie voran, deren Teile in den 1890er-Jahren in Berlin zusammentrafen.

Die Autorin schildert ihre doppelte Ablösung: einmal, als BDM-Führerin, vom Nationalsozialismus in den Jahren 1945/46 und seit 1947, als Absolventin der Arbeiter- und Bauernfakultät der Berliner Humboldt-Universität, vom SED-Kommunismus, bis sie im Januar 1948 in Berlin-Pankow in die SPD eintrat. Zuerst studierte sie an der Humboldt-Universität, dann ab 1949 an der Freien Universität. So entfaltet sich aus einer individuellen Biografie das Lebensbild einer ganzen Generation, die den Zweiten Weltkrieg als Kinder und Jugendliche erlebt und verarbeitet hat und schon kurz nach Kriegsende die politische Teilung der Welt in Berlin intensiv miterlebte.

Helga Grebing, Freiheit, die ich meinte. Erinnerungen an Berlin, 176 Seiten, verlag für berlin-brandenburg (vbb), 2012.

Ankündigung des Verlags (PDF)